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IT-Infrastruktur modernisieren, ohne bestehende Einschränkungen zu übernehmen

Müssen Server, Storage oder Virtualisierung modernisiert werden? Bewerten Sie Workloads, Wachstum und Betriebskontinuität, bevor Sie sich für eine neue IT-Infrastruktur entscheiden.
Kategorie:
Proxmox und Ceph
AXOL Server
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IT-Infrastruktur modernisieren, ohne bestehende Einschränkungen zu übernehmen

Server, die sich dem Ende ihres Lebenszyklus nähern, Storage-Systeme, die mit dem Wachstum nicht mehr Schritt halten, veränderte Lizenzkosten oder eine Umgebung, deren Verwaltung zunehmend komplex wird: All dies sind Situationen, die früher oder später dazu führen, über eine Modernisierung der IT-Infrastruktur nachzudenken.

Die naheliegendste Lösung besteht darin, jede Komponente durch ein aktuelleres Äquivalent zu ersetzen. Wenn die Einschränkungen jedoch in der Architektur selbst liegen und nicht nur im Alter der Hardware, besteht das Risiko, zu investieren und einige Jahre später vor denselben Problemen zu stehen.

Daher lohnt es sich, mit einer anderen Frage zu beginnen: Welche Anforderungen muss die Infrastruktur in den kommenden Jahren erfüllen und welche Einschränkungen der aktuellen Umgebung sollten nicht in die neue Architektur übernommen werden?

Warum die IT-Infrastruktur modernisieren?

Das Ende des Hardware-Lebenszyklus ist einer der offensichtlichsten Gründe. Support, Garantie, Ersatzteilverfügbarkeit und die Kompatibilität mit neuen Softwareversionen können eine Erneuerung erforderlich machen.

Es gibt jedoch weitere Anzeichen. Eine Modernisierung kann auch dann sinnvoll sein, wenn Workloads und Datenmengen wachsen, höhere Anforderungen an die Betriebskontinuität bestehen, sich weiteres Wachstum nur schwer bewältigen lässt oder Kosten und betriebliche Komplexität nicht mehr zu den Anforderungen des Unternehmens passen.

Daher ist es sinnvoll, zwischen zwei Problemen zu unterscheiden: der Alterung einzelner Komponenten und der Eignung der Architektur als Ganzes. Liegt die Einschränkung in der Struktur selbst, kann der bloße Austausch der Server das Problem lediglich verschieben, anstatt es zu lösen.

So planen Sie die Modernisierung: von den tatsächlichen Workloads ausgehen

Bevor eine neue Hardwarekonfiguration festgelegt wird, braucht es belastbare Daten zur bestehenden Umgebung.

CPU, RAM und Storage bilden den Ausgangspunkt, müssen jedoch im Verhältnis zur tatsächlichen Nutzung betrachtet werden. Die den VMs zugewiesenen Ressourcen können deutlich von den tatsächlich genutzten Ressourcen abweichen. Beim Storage reicht es nicht aus, lediglich die belegten Terabyte zu kennen: Auch I/O, Latenz, Datenwachstum und das erforderliche Redundanzniveau spielen eine Rolle.

Die Analyse sollte Folgendes berücksichtigen:

  • durchschnittliche Auslastung und Spitzenwerte von CPU und RAM;
  • genutzte Storage-Kapazität und erwartetes Wachstum;
  • Eigenschaften der Workloads und I/O-Anforderungen;
  • tatsächlich geschäftskritische VMs und Dienste;
  • benötigte Ressourcen im vorgesehenen Ausfallszenario;
  • neue Projekte und erwartete Workloads der kommenden Jahre.

Das Ziel besteht nicht darin, das neue System auf den heutigen Durchschnittsverbrauch auszulegen, sondern ein ausgewogenes Verhältnis zwischen tatsächlicher Nutzung, Lastspitzen, Resilienz und zukünftigem Wachstum zu finden.

IT-Infrastruktur erneuern oder modernisieren?

Nicht jede Erneuerung erfordert einen Wechsel der Architektur.

Wenn die bestehende Umgebung gut funktioniert und das Hauptproblem im Alter der Hardware liegt, kann es sinnvoll sein, die vorhandene Plattform zu erneuern. Haben sich im Laufe der Jahre hingegen verschiedene Systeme, Storage-Ressourcen und fragmentierte Infrastrukturen angesammelt, kann ein Refresh die Gelegenheit bieten, Ressourcen zu konsolidieren oder ein anderes Modell in Betracht zu ziehen.

Hier kann beispielsweise eine hyperkonvergente Infrastruktur ins Spiel kommen, bei der Rechenleistung und verteilter Storage innerhalb desselben Clusters geplant werden.

Dies ist jedoch keine automatische Entscheidung. Anzahl der Nodes, Netzwerk, Storage-Performance, Latenz und betriebliche Kompetenzen müssen zu den Workloads passen. Das Ziel besteht nicht darin, eine SAN um jeden Preis zu ersetzen, sondern herauszufinden, welche Architektur für die tatsächliche Umgebung langfristig am sinnvollsten ist.

Hier finden Sie den ausführlichen Beitrag der AXOL Server-Systemadministratoren zu hyperkonvergenten Systemen.

Migration und Betriebskontinuität sind Teil des Projekts

Die Modernisierung der Infrastruktur bedeutet nicht nur, neue Hardware zu installieren. Ebenso wichtig ist die Frage, wie die bestehenden Dienste in die neue Umgebung übertragen werden.

Welche VMs lassen sich problemlos migrieren? Für welche Anwendungen ist ein geplantes Wartungsfenster erforderlich? Wie viel Downtime ist akzeptabel? Wurden die Backups vor der Migration überprüft?

Diese Aspekte können Auswirkungen auf Architektur, Zeitplanung und Gesamtkosten haben. Daher sollten Zielarchitektur und Migrationsplan gemeinsam entwickelt werden.

Auch der wirtschaftliche Vergleich sollte über den reinen Hardwarepreis hinausgehen und Konfiguration, Migration, Backup, mögliche Subskriptionen oder Lizenzen, Support sowie den zukünftigen Betriebsaufwand berücksichtigen.

Was tun mit der bestehenden Hardware?

Eine Modernisierung bedeutet nicht zwangsläufig, die gesamte vorhandene Hardware außer Betrieb zu nehmen. Noch zuverlässige Server können nach Prüfung ihres Zustands, ihrer Performance, ihres Energieverbrauchs, ihrer Kompatibilität und Supportfähigkeit weiterhin eine sekundäre Rolle übernehmen, beispielsweise für Backup oder Disaster Recovery.

Im Projekt Union Gas e Luce wurden einige der vorhandenen Server für Proxmox Backup Server und Disaster Recovery weiterverwendet. Der Mehrwert liegt dabei nicht in der Wiederverwendung an sich, sondern darin, der bestehenden Hardware innerhalb des neuen Projekts eine sinnvolle Funktion zuzuweisen.

Lesen Sie die Fallstudie Union Gas e Luce.

Zwei AXOL Server-Fallstudien, zwei unterschiedliche Gründe für eine Modernisierung

Ginvest verfügte über eine traditionelle Serverinfrastruktur, die dem Wachstum der digitalen Dienste, des Dokumentenvolumens und der Anforderungen an die Betriebskontinuität nicht mehr gerecht wurde. Hinzu kamen das Ende des Software-Supports durch den Hersteller sowie Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Hardwarekomponenten. Alle Details finden Sie in der Fallstudie zu Ginvest.

Union Gas e Luce setzte hingegen bereits Proxmox VE ein, allerdings auf einer heterogenen, über Jahre gewachsenen Infrastruktur mit gemeinsam genutztem SAN-Storage. In diesem Fall ging es bei der Modernisierung nicht darum, den Hypervisor zu wechseln, sondern die Architektur skalierbarer, flexibler und einfacher zu verwalten zu gestalten.

Zwei unterschiedliche Ausgangssituationen, die zum selben Grundsatz führen: Die neue Konfiguration sollte das Ergebnis der Analyse sein – nicht deren Ausgangspunkt.

Wo Sie bei der Modernisierung Ihrer IT-Infrastruktur ansetzen sollten

Bevor Sie eine neue Konfiguration anfordern, sollten Sie die wichtigsten Daten Ihrer aktuellen Umgebung zusammentragen: VMs, tatsächliche CPU- und RAM-Auslastung, Storage-Kapazität und -Wachstum, I/O, Anforderungen an die Betriebskontinuität, Backups, anwendungsspezifische Einschränkungen sowie die für die kommenden Jahre erwarteten Workloads.

Auf dieser Grundlage lässt sich beurteilen, ob die bestehende Architektur erneuert, Ressourcen konsolidiert oder ein anderes Modell eingeführt werden sollte.

Müssen Sie Server, Storage oder Virtualisierung modernisieren? Erhalten Sie einen ersten Konfigurationsentwurf auf Grundlage der verfügbaren Daten und besprechen Sie diesen mit den AXOL Server-Spezialisten, bevor die endgültige technische Lösung ausgearbeitet wird.

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